Preismonitoring vs. Aktionsmonitoring: Was ist der Unterschied?
Die kurze Antwort
Preismonitoring verfolgt, was ein Produkt beim Wettbewerber gerade kostet. Aktionsmonitoring erfasst dagegen Verkaufsaktionen und ihre Bedingungen, etwa Gutscheincodes, Gratiszugaben, Bundles oder Gratisversand ab einem Bestellwert. Viele dieser Aktionen ändern den angezeigten Produktpreis nicht, deshalb sieht ein reiner Preis-Tracker sie oft nicht.
| Kriterium | Preismonitoring | Aktionsmonitoring |
|---|---|---|
| Was wird erfasst | Produktpreise und ihre Änderungen, oft für viele Artikel | Aktionen mit ihren Bedingungen: Art, Rabatt, Code, Mindestbestellwert, Laufzeit |
| Quellen | Produktseiten, Marktplätze, Preisportale | Startseite, Sale-Seite, Banner, Versandhinweise, Newsletter |
| Typische Tools | Preis-Tracker und Repricing-Tools | Seitenmonitore, Newsletter-Tools und Tools für Aktionsmonitoring |
| Wann sinnvoll | Wenn ihr dieselben Produkte führt wie eure Wettbewerber und über den Preis konkurriert | Wenn eure Wettbewerber mit Codes, Zugaben, Sets oder Versandaktionen werben |
Was ist Preismonitoring?
Preismonitoring ist die regelmäßige Beobachtung der Produktpreise eurer Wettbewerber, meist automatisch und für viele Artikel gleichzeitig.
Ein Preis-Tracker ordnet eure Produkte den gleichen Produkten der Wettbewerber zu, etwa über die EAN. Dann ruft er deren Preise in festen Abständen ab und zeigt Abweichungen. Viele Shops nutzen die Daten, um eigene Preise anzupassen, von Hand oder automatisch per Repricing.
Preismonitoring funktioniert am besten, wenn ihr und eure Wettbewerber dieselben Produkte führt. Bei Eigenmarken oder einem anderen Sortiment gibt es wenig, das sich direkt vergleichen lässt.
Was ist Aktionsmonitoring?
Aktionsmonitoring ist die laufende Beobachtung der Verkaufsaktionen eurer Wettbewerber: welche Aktion läuft, zu welchen Bedingungen und wie lange.
- Art der Aktion: Sale, Gutscheincode, Gratiszugabe, Set, Gratisversand oder Treuepunkte.
- Höhe: Prozent, fester Betrag oder der Wert einer Zugabe.
- Bedingungen: Code, Mindestbestellwert, ausgeschlossene Marken oder Kategorien.
- Zeitraum: Start, Ende und ob die Aktion vorher angekündigt wurde.
- Kanal: Website, Newsletter oder beides.
Die Quelle sind nicht einzelne Produktseiten, sondern die Stellen, an denen Shops Aktionen bewerben: Startseite, Sale-Seite, die Leiste mit Versandhinweisen und der Newsletter. Deshalb funktioniert Aktionsmonitoring auch dann, wenn ihr kein gleiches Sortiment habt.
Welche Aktionen sieht ein Preis-Tracker nicht?
Ein Preis-Tracker sieht alle Aktionen nicht, die den angezeigten Produktpreis gleich lassen: Gutscheincodes, Gratiszugaben, Gratisversand, Treuepunkte und viele Rabatte im Warenkorb.
| Aktion | Ändert sie den Produktpreis? | Wo sie sichtbar wird |
|---|---|---|
| Prozentrabatt mit Streichpreis | Ja | Produktseite, Sale-Seite, Banner |
| Gutscheincode | Nein, erst beim Bestellen | Newsletter, Banner, Kasse |
| Gratiszugabe ab Bestellwert | Nein | Banner, Versandhinweis, Warenkorb |
| Bundle oder Set | Nur beim Set selbst | Neue Produktseite, Newsletter |
| Gratisversand-Aktion | Nein | Leiste mit Versandhinweisen, Versandseite |
| Treuepunkte-Aktion | Nein | Banner, Newsletter, Kundenkonto |
| Rabatt im Warenkorb (z. B. 3 für 2) | Nein, erst im Warenkorb | Banner, Warenkorb |
Für eure Kundschaft zählt am Ende, was im Warenkorb steht. Ein Wettbewerber mit gleichem Produktpreis kann durch Gratisversand oder einen Code trotzdem günstiger sein. Im Preis-Tracker sieht er dann gleich teuer aus.
Wann braucht ihr Preismonitoring, wann Aktionsmonitoring und wann beides?
Preismonitoring braucht ihr, wenn ihr vor allem über den Preis gleicher Produkte konkurriert. Aktionsmonitoring braucht ihr, wenn eure Wettbewerber mit Codes, Zugaben, Sets oder Versandaktionen werben. Trifft beides zu, ergänzen sich die zwei Methoden.
- Vor allem Preismonitoring: Ihr verkauft Markenware, die viele Händler führen, und eure Kundschaft vergleicht über Preisportale.
- Vor allem Aktionsmonitoring: Ihr verkauft Eigenmarken oder direkt als Marke, euer Sortiment lässt sich kaum eins zu eins vergleichen, oder eure Branche arbeitet viel mit Zugaben und Sets, etwa Beauty.
- Beides: Ihr führt Markenware, und eure Wettbewerber werben zusätzlich mit Codes und Newsletter-Aktionen.
Wenn ihr unsicher seid, schaut eine Woche lang bewusst auf die Startseiten und Newsletter eurer drei wichtigsten Wettbewerber. Notiert, welche Aktionen den Produktpreis gar nicht ändern. So seht ihr schnell, was euch ein reiner Preis-Tracker entgehen lassen würde.
Was solltet ihr bei Wettbewerbern im Onlinehandel beobachten?
Im Onlinehandel solltet ihr bei Wettbewerbern vor allem Preise, Aktionen, Newsletter, Sortiment und Versand beobachten.
- Preise: bei Produkten, die ihr auch führt.
- Aktionen: Rabatte, Codes, Zugaben, Sets und Versandaktionen mit ihren Bedingungen.
- Newsletter: Vorankündigungen und Codes, die nur Abonnenten bekommen.
- Sortiment: neue Marken, Kategorien und Eigenmarken.
- Versand und Service: Versandkosten, Lieferzeiten und Rückgabe.
Social Media, Werbeanzeigen und Bewertungen gehören ebenfalls zur Konkurrenzbeobachtung. Sie lassen sich aber schwerer automatisch erfassen. Startet mit Preisen und Aktionen, denn dort hängen eure eigenen Entscheidungen am direktesten dran.
Beispiel aus der Praxis
Gleicher Preis, trotzdem günstiger
Das E-Commerce-Team eines Onlineshops für Sportbekleidung vergleicht jeden Tag die Preise seiner wichtigsten Markenartikel mit drei Wettbewerbern. Im Preis-Tracker liegen alle gleichauf.
Ein Blick in den Newsletter eines Wettbewerbers zeigt etwas anderes: Dort gibt es seit Montag einen Code für alle Abonnenten, dazu Gratisversand ohne Mindestbestellwert. Im Preis-Tracker war davon nichts zu sehen, weil der Produktpreis gleich blieb.
Das Team nimmt deshalb die Newsletter und Startseiten der drei Wettbewerber zusätzlich ins Monitoring auf. Künftig landen Preisänderungen und Aktionen nebeneinander bei der zuständigen Person.
So hilft Staboni
Staboni ist ein Tool, das Website-Aktionen und Newsletter von Wettbewerbern automatisch überwacht und euer Team per E-Mail benachrichtigt, sobald eine neue Aktion erkannt ist.
Staboni ist für Aktionsmonitoring gebaut und vergleicht keine Produktpreise über euer Sortiment. Staboni prüft die Seiten eurer Wettbewerber, die ihr festlegt, liest ihre Newsletter mit und ordnet jede erkannte Aktion ein, etwa als Sale, Gutschein, Gratisversand oder Bundle. Wenn ihr über den Preis gleicher Produkte konkurriert, ergänzt ihr Staboni mit einem Preis-Tracker.
7 Tage kostenlos testenHäufige Fragen
Ist Aktionsmonitoring dasselbe wie Preismonitoring?
Nein: Preismonitoring vergleicht Produktpreise, Aktionsmonitoring erfasst Aktionen und ihre Bedingungen. Beide gehören zur Wettbewerbsbeobachtung, schauen aber auf andere Quellen: Preismonitoring auf Produktseiten, Aktionsmonitoring auf Startseite, Sale-Seite, Banner und Newsletter.
Kann ein Preis-Tracker Gutscheincodes erkennen?
Ein Preis-Tracker erkennt Gutscheincodes in der Regel nicht, weil ein Code den Preis auf der Produktseite nicht ändert. Er wirkt erst beim Bestellen. Codes findet ihr vor allem im Newsletter und in Bannern. Dafür braucht ihr Seiten- und Newsletter-Monitoring.
Was ist der Unterschied zwischen Wettbewerbsbeobachtung und Preismonitoring?
Preismonitoring ist ein Teil der Wettbewerbsbeobachtung. Wettbewerbsbeobachtung umfasst alles, was Wettbewerber tun: Preise, Aktionen, Sortiment, Newsletter, Werbung und Service. Preismonitoring schaut davon nur auf die Produktpreise.
Brauche ich Aktionsmonitoring, wenn ich Eigenmarken verkaufe?
Gerade mit Eigenmarken braucht ihr Aktionsmonitoring, weil es kaum gleiche Produkte gibt, deren Preise sich vergleichen lassen. Wie eure Wettbewerber um Kundschaft werben, seht ihr dann vor allem an ihren Aktionen: Rabatte, Codes, Zugaben und Gratisversand.
Gehören Newsletter zum Aktionsmonitoring?
Ja, Newsletter gehören zum Aktionsmonitoring, weil viele Shops Codes und Vorankündigungen zuerst oder nur per Newsletter verschicken. Abonniert die Newsletter eurer wichtigsten Wettbewerber mit einer Adresse, die dem Team gehört, und wertet sie zusammen mit den Website-Aktionen aus.
Welche Tools gibt es für Preis- und Aktionsmonitoring?
Für Preismonitoring gibt es Preis-Tracker und Repricing-Tools. Für Aktionsmonitoring gibt es allgemeine Seitenmonitore, Newsletter-Tools und spezialisierte Lösungen wie Staboni, die Website-Aktionen und Newsletter zusammen auswerten. Welche Kombination passt, hängt davon ab, ob ihr vor allem über Preise oder über Aktionen konkurriert.
Zuletzt aktualisiert: · Herausgeber: Staboni
